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Schlossweinkellerei Valtice (Feldsberg)

Das Weinstädtchen Valtice liegt in einem der malerischsten Ecken Südmährens, direkt an der Grenze zum Österreich. Die Stadtdominante bildet die Mariä Himmelfahrtskirche sowie das Barockschloss mit einer Kapelle, wo zahlreiche Konzerte stattfinden. 

Die erste schriftliche Erwähnung Valtice stammt aus dem Jahre 1192. Der damaliger Passauer Bischof Wolker tauschte mit einem Widdard zu Seefeld Valtice, samt ihrer Weinberge, gegen einen anderen Gutsbesitz. Die befestigte Stadt wurde nach und nach Eigentum mehrerer Adelsgeschlechter, bis sie im XIV. Jahrhundert dem liechtensteinischen Geschlecht zufiel. Über die Größe und Bedeutung der Weinberge erfahren wir zBs. aus dem Urbar des Jahres Jahre 1414. Hier sind alle Gewohnheiten in der Horenzer- Weinordnung zusammengetragen.

Bei dem großen Umfang der Weinberge war auch ein Ausbau der Weinkeller zur Lagerung des Weines unumgänglich. Es wurden nach und nach zwei einzigartige Weinkeller ausgehoben. Schlosskeller – im Jahre 1430 für 650 Tausend Liter und Kreuzkeller - im Jahre 1640, mit einer Kapazität über einer Million Liter. Die Weine fanden allmählich ihren Weg auf die Adels- und Herrschaftshöfe. Sie wurden nach Wien, Schlesien (Breslau), Prag und anderswo geliefert. In einer Pragerurkunde vom 18.01.1617 wurde vermerkt, dass die Stadt 96 Bütte (1 Bütte = 56,5 l.) ausgezeichneten Weines von dem Liechtensteinen Hauptmann kaufte.