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Schloss Valtice (Feldsberg)

Wenn die Liechtensteiner das Schloss in Lednice als ein „Landhaus“ bezeichneten, dann wollten sie das Valtice Schloss als ihr „Familienresidenz“ verstanden wissen, ein von Domizil respektablen Dimensionen. In diesem „Vierflügelbau“ gibt es fast hundert majestätische Stätte. Heute dauert eine Besichtigung des Barocksitzes, der umliegenden Parkanlage und der gemütlichen Weinstube in dem Areal gut einen halben Tag, obwohl zur Zeit nur siebzehn Räume für Besucher zugänglich sind. Ihre Barock – und Rokokoausrichtung zeigt, wie das Leben des reichen Adels im 17. und 18. Jahrhundert gewesen ist. 

In Valtice stand ursprünglich eine Burg, derer Besitzverhältnisse immer kompliziert und unklar gewesen seien. Mal wurden sechs Herrentöchter zu Erben, anders mal wurde die Burg unter drei Herrscherhäuser aufgeteilt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erlangte die dritte Frau Jan I. von Lichtenstein, Elizabeth, ein sechstel der Besitzerrechte. Jan I war damals nur ein Hofmeister eines österreichischen Herzogs. Als eine liebende und treue Ehefraurau vermachte seinem Gatten im Testament ihren Teil des Herrengutes. Das war der Anfang von dem Eigentum eines riesigen Landbesitzes, den das reichste Adelsgeschlecht in Böhmen und Mähren bis Ende des zweiten Weltkrieges ausbaute und verwaltete.

Heute befinden sich im linken Flügel des Valtice-Schlosses das Hoterl Hubertus und eine Weingallerie, siehe auch:  http://www.hotelhubertus.cz/