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Lány

Das Schlösschen von Lány (Interieur ist für die Öffentlichkeit unzugänglich) liegt im Gehege Soutok, unweit des Zusammenlaufes der Flüsse Thaya (Dyje) und March (Morava), kurz vor der österreichisch -tschechischen Grenze. Es befindet sich ca. 7 km südlich von Breclau (Břeclav), im Gebiet der Auwälder. Das Gebiet kreuzen Touristenwege, Naturpfade, Kanäle, Rinnsale, Tümpel und Blindarme der Flusse. Die prächtig aufgeblühten Wiesen bilden im Frühling wahre Blumenteppiche und in den Baumkronen singen seltene Vögel.

Die ganze Landschaft ist eine Jagt Domäne der Liechtensteiner gewesen – sie liebten diesen Landstrich und oft brachen sie zu einer Jagt Partie los. Die Pirsch endete mit einem Gelage im Schloss Lány, das dafür zu diesem Zweck in den Jahren 1810 – 1810, nach dem Entwurf vom Architekten Joseph Hartmuth – Bleistifterfinder, bauen ließen. Das Schlösschen Lány hat die rechteckige Form eines einstöckigen Empire Gebäude und wird von einem halbrunden Pavillon mit Pfeilern geschmückt. 

In den Jahren des kalten Krieges von 1948 bis 1989 war der Zugang zu diesem wunderschönen Landstrich wegen der Nähe des eisernen Vorhangs zum Westnachbar (Österreich) verboten. So wurde die Einzigartigkeit und Unversehrtheit der biotopischen Enklave über die Jahre der Industrialisierung und Kollektivisierung gerettet und voll erhalten. Heute sind die Auwälder für die Allgemeinheit voll zugänglich. In diesem Gebiet (ca. 4 200 ha) wird auch Hochwild (Hirsche und Damhirsche) in begrenzter Zahl - wegen Verbiss, gehalten.