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Areal UNESCO

Das Schloss von Lednice mit seinem ausgedehnten Park gehört zu den schönsten Komplexen der Tschechischen Republik. Das ganze Herrengut erlangten im Jahre 1249 die Liechtensteiner und es gehörte ihnen fast 700 Jahre. Ursprünglich war das Schlossgebäude ein Renaissancewerk aus dem 16. Jahrhundert. Schon damals war es von einem großen Garten umgeben. Die erste bedeutende Änderung hatte das Schloss am Ende des 17. Jahrhunderts erfahren. Es wurde nach den Plänen von zwei Architekten: Dem berühmten italienischen Domenico Martinelli, damals in Wien, und dem Jan Bernhard Fischer aus Erlach, zum barocken Stil umgebaut und ihm angeglichen. Die heutige Fasson im Stil der englische Tudorgotik bekam das Schloss durch eine umfangreiche Neugestaltung in der ersten Hälfte des neunzehnen Jahrhunderts.

Das Schlossgebäude ist reichlich im neugotischen Still verziert. Genauso grandios ist auch die Ausstattung des Interieurs ausgefallen – mit geschnitzten Holzdecken, ursprünglichen historischen Möbeln, oder - in der Bibliothek - einer bemerkenswerten sechsunddreißigstufigen Treppenkonstruktion, wo kein einziger Nagel benutzt wurde. In den Gesellschaftsräumen wurden meistens Marmorkamine installiert.

Der rechten Seite des Schlosses liegt ein Gewächshaus englischer Art an. Es wurde in Jahren 1834-1835, aufgestellt. In der Umgebung dehnt sich ein weitläufiger Schlosspark aus, welcher anfangs des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier wurden viele Zierteiche angelegt. In dem Park wächst eine Menge seltener edlen Gehölze. Es stehen hier aber auch sehr interessante Bauwerke: Das Minarett, als der älteste mährische Aussichtsturm aus dem Jahre 1798, Johannes Burg, eine künstliche pseudogotische Ruine, das Jägerschlösschen und viele andere. Das Schloss von Lednice gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Hochromantik in der Tschechischen Republik. Im Mai 1996 wurde es in die UNESCO-Weltkulturerbeliste eingetragen.